Mein Körper gehört mir

Drei Wochen war jeweils an einem Tag die theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück  mit dem Programm „Mein Körper gehört mir“ zu Gast bei den Klassen drei und vier. Ein Programm, bei dem es um Stärkung des Selbstwertgefühls und die Prävention vor sexuellem Missbrauch geht:

„Mein Zimmer, mein Auto, meine Mama!“ Schon die Kleinen wissen, was ihnen gehört. „Mein Mund, meine Beine, mein Po?“ Dass sie Besitzansprüche auf ihren Körper haben, wird Kindern nur selten beigebracht. Sie wachsen mit körperlicher Nähe auf– und die tut eigentlich immer gut. Aber manche Erwachsene missbrauchen das Vertrauen der Kinder. Und gerade im nahen sozialen Umfeld verschwimmen die Grenzen zwischen Zärtlichkeit und Missbrauch sehr langsam. „Ja, ich mag meinen Onkel. Nein, ich mag nicht, wie er mich gerade anfasst!“ Viele Kinder verstummen, wenn sich ihre Ja- und ihre Nein-Gefühle widersprechen.

Mit „Mein Körper gehört mir!“ ermutigen wir Kinder deshalb seit 1994, ihren Nein-Gefühlen uneingeschränkt zu vertrauen, anderen von ihnen zu erzählen und sich Hilfe zu holen.

(Pressetext der theaterpädagogischen Werkstatt)

 

Bereits im Februar fand ein Infoabend statt, bei dem den Eltern das Stück vorgespielt wurde und sich die Gelegenheit für Fragen bot.  Das Projekt war ein voller Erfolg. Mit Spielszenen, Liedern und in Gesprächsrunden verstanden es die engagierten Schauspieler auf mitreißende und anschauliche Weise die Schüler/innen für dieses schwierige Thema zu sensibilisieren.  Die Kinder haben nach eigenen Aussagen viel mitgenommen und wissen jetzt wie wichtig es ist, auch mal nein zu sagen.